Ein Sportcamcorder ist eine Minicamera, die an Stellen befestigt werden kann, an denen eine normale Kamera nicht benutzt werden kann. Sicherlich könnte ein normales Gerät für solche Zwecke auch eingesetzt werden, jedoch sind diese dafür zu globig oder zu teuer zu ersetzen, falls sie beschädigt werden. Die Sportcamcorder sind kleine, leichte und stoßfeste Kameras, die es ermöglichen, sie an ungewöhnliche Orte zu platzieren (z. B. als Helmkameras beim Fahrradfahren). Um mit einer Helmkamera ein Video herzustellen, muss die Kamera mit einem Aufnahmegerät verbunden werden. Wobei die Kamera die Bilder “sehen” kann und das Aufnahmegerät die Bilder speichert. Das Aufnahmegerät kann von beliebiger Funktion sein, es muss nur einen analogen Anschluss (AV-in) besitzen – was bedeutet, dass es von einem externen Gerät aufnehmen kann. Viele Leute benutzen einen Camcorder mit AV-Anschluss, dies ist keine normale Funktion von diesen, jedoch besitzen einige Modelle einen solchen Anschluss. Die Geräte der neueren Bauart, seit ungefähr 2004, arbeiten mit dem MPEG2 Kompressions-Format und zeichnen die Daten neben DV-Kassetten auch auf bandlose Medien auf. Für die Aufzeichnung gebrauchte Medien sind wiederbeschreibbare DVDs, integrierte Festplatten, wechselbare Microdrives oder – ohne bewegliche Teile – Speicherkarten.

Für einen Camcorder Test sind eine Reihe von Merkmalen für die Bestimmung derer Qualität ausschlaggebend: z. B. (auswechselbares) Objektiv, Filtergewinde; Größe des optischen Zoomfaktors; Lichtstärke bei offener Blende; Möglichkeiten manueller Fokussierung; manuelle Einstellmöglichkeiten; Anzahl der Pixel, Pixelgröße; Größe des eingesetzten CCD-Chips; elektronischer oder optischer Bildstabilisator (opt. Bildstabilisator ist zu bevorzugen); Qualität des Suchers, Displaygröße; Tonqualität, Dynamikkompression, manuelle Tonaussteuerung; Akkulaufzeit, wichtig bei Festplattencamcorder, Mikrofonqualität, Anschlussmöglichkeit externer Mikrofone.